Digitalisierung der Verwaltung

Die Vorteile der Digitalisierung nutzbringend einzusetzen: Das muss auf allen Ebenen das Ziel der nächsten Jahre sein. Mit der Einrichtung eines flächendeckenden Glasfasernetzes mit schnellem Internet ist Ratingen schon auf einem guten Weg. Um das Stadtgebiet mit frei zugänglichem WLAN zu versorgen, müssen noch deutlich mehr Hotspots installiert werden. Bei der Digitalisierung der Verwaltung muss die Verbesserung des Service- und Dienstleistungsangebot im Vordergrund stehen und sich eng am Bürgernutzen orientieren. Die Verwaltung braucht ein Betriebsklima, das auf Wertschätzung und Vertrauen basiert. Beim Werben um neue Mitarbeiter braucht es attraktive Gesamtpakete.
Dank seiner hervorragenden Standortfaktoren kann Ratingen selbstbewusst im Wettbewerb mit anderen Kommunen auftreten. Die Wirtschaftsförderung muss daher intensiviert werden. Die Stadt Ratingen braucht eine Wirtschaftsförderung, die als „Kümmerer“ für eine effektive Bearbeitung von Projekten steht und einen service-orientierten Ansprechpartner für die Bestandsunternehmen und den Einzelhandel darstellt.

Für mich hat Digitalisierung höchste Priorität:

  • flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes mit schnellem Internet für alle Haushalte und Gewerbetreibende.
  • Ausbau der WLAN-Hotsports für frei zugängliches WLAN im gesamten Stadtgebiet.
  • Digitalisierung der Verwaltung zur Verbesserung des Dienstleistungs- und Serviceangebotes; Messlatte muss dabei der Nutzen für die Bürger*innen sein.
  • Verbesserung des Betriebsklimas in der Verwaltung durch Wertschätzung und Vertrauen.

  • Einsatz zeitgemäßer Personalinstrumente (Beurteilung der Führungskräfte durch Mitarbeiter, Zufriedenheitsanalysen).
  • zügige Besetzung freier Stellen: Im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter braucht es attraktive Angebote, die Ratingen von anderen Kommunen unterscheiden.
  • Wirtschaftsförderung muss wieder Chefsache sein und intensiviert werden.
  • ausgediente Gewerbeflächen sollten zügiger reaktiviert werden.

Familie, Jugend & Senioren

Ratingen bietet schon viel für junge Familien, für die Jugend, für Senioren. Aber wir müssen noch besser werden. Umfassende und attraktive Angebote für Jung und Alt sind deshalb eine nachhaltige Investition in die Zukunft unserer lebens- und liebenswerten Stadt. Dazu zählen ausreichend Kita-Plätze mit ortsnaher Betreuung, bedarfsdeckende und bezahlbare Kapazitäten in der Offenen Ganztagsschule, aber auch ein breites Angebot an Spiel- und Sportplätzen. Für die Kinder und Jugend gehören dazu moderne Jugendzentren mit attraktiven Angeboten, gut ausgestattete Schulen sowie eine an den Wünschen und Bedürfnissen orientierte Freizeitinfrastruktur. Die besonderen Bedarfe und Vorstellungen der Senior*innen haben wir weiterhin im Blick und wollen diesen verstärkt Rechnung tragen.

Das brauchen wir in Ratingen für die Familien:

  • schneller und bedarfsdeckender Ausbau der Betreuungsplätze im U3- und Ü3-Bereich.
  • ortsnahe Betreuung und perspektivisch weitere Beitragsbefreiung.
  • rascher Ausbau der Kapazitäten im Bereich der offenen Ganztagsschule parallel zu dem Ausbau der Kita-Plätze.
  • finanzielle Entlastung der Eltern.
  • moderne Jugendzentren in allen Stadtteilen mit verbesserten Öffnungszeiten und Programm für alle Altersstufen.
  • eine an den Wünschen der Kinder und Jugendlichen orientierte Sport- und Freizeitinfrastruktur.

  • ein auf die besonderen Bedürfnisse junger Menschen ausgerichtetes Angebot im ÖPNV.
  • ein erweitertes Angebot an musischer Bildung durch Gründung einer Ratinger Mal- und Kunstschule.
  • moderne Mehrgenerationentreffs als Begegnungsstätten in vielen Stadtteilen.
  • Einsatz für alternative Wohnformen wie Senioren-WGs, Förderung des Mehr Generationen-Wohnens.
  • Etablierung eines Seniorenforums, in dem regelmäßig seniorenrelevante Themen
    diskutiert werden.
  • Einrichtung von Bürgerbussen zwischen Innenstadt und Stadtteilen für eine bessere Teilhabe am öffentlichen Leben.

Klimaschutz und Umwelt

Die Menschen vor Ort müssen durch die Kommune für Klimaschutz begeistert und aktiviert werden. Wir müssen hier zu einer Mitmachgesellschaft werden. In Ratingen wurden schon einige sinnvolle Maßnahmen beschlossen. Aber Klimaziele dürfen sich nicht nur auf die Reduzierung des CO 2-Ausstoßes mit Hilfe von Elektroautos im innerstädtischen Verkehr beschränken. Die Verwaltung muss Klimaschutz endlich als Querschnittaufgabe wahrnehmen. Umweltschutz bedeutet für uns auch eine bürgerfreundliche Stadtentwicklung mit besserer Vereinbarkeit von Wohnen und Arbeiten, weil dadurch Pendlerströme und somit Emissionen verringert werden können.

Umwelt- und Klimaschutz müssen vor Ort angepackt werden:

  • Förderung der E-Mobilität auch in privaten Haushalten durch massiven Ausbau von E-Ladestellen, z.B. auch auf zentralen Plätzen und an Straßenlampen.
  • Verfolgen eines technologie-offenen Ansatzes (Wasserstoff, Gas, Elektro aus regenerativer Energie), ohne den verbrauchsarmen und inzwischen „sauberen“ Diesel abzuschreiben.
  • Aufstellung einer Satzung für private Grundstücke, die eine massive Versiegelung von Vorgärten unattraktiv macht.
  • weitere Baumpflanzungen im städtischen Raum und private Baumpatenschaften.

  • breiter Mix der Verkehrsträger: ausgebauter und subventionierter ÖPNV, Park & Ride- und Park & Bike-Plätze, Sharing-Modelle für Elektro-Autos und Fahrräder.
  • regelmäßige Infos für Bürger*innen über Förderprojekte (etwa zu energetischen
    Haussanierungen).
  • Die Erarbeitung eines Klimafolgenanpassungskonzeptes.
  • Ratingen braucht ein Förderprogramm klimafreundliches Wohnen und Arbeiten
  • Alle städtischen Baumaßnahmen und Sanierungen müssen auf ihre Klimafreundlichkeit überprüft werden (Klimacheck).

Mobilität und Verkehr

Mehr als 31 000 Einpendler und 22 000 Auspendler verstopfen tagtäglich Ratingens Straßen. Der Verkehrskollaps belastet Menschen und Umwelt gleichermaßen. Er lässt sich auf lange Sicht nur mit wirklich attraktiven Alternativen zum Auto vermeiden: mit einem in vielen Bereichen verbesserten öffentlichen Personennahverkehr, mit optimierten Anbindungen und gut ausgebauten Radwegeverbindungen.
Um den Umstieg attraktiv zu machen, müssen die Alternativen zum Auto entsprechend verfügbar, komfortabel und preisgünstig sein.

Meine Forderungen dazu:

  • Taktverdichtung der Busse und Bahnen (auch in den Abend- und Nachtstunden)
  • flexiblerer Einsatz der Fahrzeuge (kleinere Busse in verkehrsarmen Zeiten; Bürgerbusse)
  • Optimierung der Linienführung und Anpassung der Fahrpläne an den überörtlichen Verkehr
  • Überarbeitung und Erweiterung des Tarifsystems: entfernungsabhängige Tarife, digitale Bezahlsysteme
  • innerstädtischer Bus-Ringverkehr, der wichtige Punkte miteinander verbindet)
  • mehr elektronische Hinweistafeln und eine zugehörige App zur Fahrgastinformation

  • Ausbau der Park&Ride-Plätze
  • zügige Realisierung der Westbahn
  • Ausbau bzw. Sanierung der Radwege zwischen den Stadtteilen, um auch „schnelles“
    Radfahren etwa mit E-Bikes zu ermöglichen (abschnittsweise mit Beleuchtung)
  • erweitertes Angebot von Elektro-Carsharing, E-Rollern und E-Bikes
  • Entwicklung eines zukunftsweisenden Konzeptes für den ÖPNV im ganzen Stadtgebiet: fünf bis sechs sich schneidende Ringlinien, die alle Stadtteile abdecken, an Knotenpunkte (S-Bahnhöfe, Straßenbahn) angebunden sind und ohne festen Fahrplan dauerhaft befahren werden.

Schule & Bildung

Entgegen allen Prognosen steigen die Schülerzahlen auch in den nächsten Jahren weiter an. Bei den Grundschulen bleibt die angestrebte Stadtteilversorgung deshalb erste Wahl. Allerdings bedürfen einige Schulen einer grundlegenden Renovierung. Die technische Ausstattung aller Schulen mit zeitgemäßer mobiler und stationärer Kommunikation samt digitalen Plattformen muss zügig realisiert werden. Die Corona-Krise hat die Versäumnisse der vergangenen Jahre hier überdeutlich vor Augen geführt. Der Schulstandort Ratingen-West ist inzwischen maximal ausgelastet. Eine vollständige Verlegung der Käthe-Kollwitz-Realschule von West nach Lintorf hätte Vorteile auf allen Ebenen: erhebliche Entlastung und neue Räume in West, Stärkung des Schulstandorts Mitte, Erleichterungen für Schüler aus Lintorf, Breitscheid und Hösel.
Wir unterstützen ein breites Angebot anderer attraktiver Schulformen (Waldorfschule; private Gesamtschule) in Ratingen und machen uns für die Ansiedlung eines Hochschulstandortes stark.

Die Zukunft der Bildung, digital und innovativ:

  • bedarfsgerechter Ausbau bei fehlenden Kapazitäten bzw. zeitnah notwendige
    Renovierungen.
  • bessere technische Ausstattung aller Schulen mit zeitgemäßer IT und digitalen
    Plattformen.
  • erhebliche Entlastung für den völlig ausgereizten Schulstandort Ratingen-West durch die Verlegung der Realschule nach Lintorf; davon profitieren auch Schulstandorte in anderen Stadtteilen.

  • die Stadtteilversorgung bleibt bei Grundschulen erste Wahl.
  • Unterstützung für ein breit gefächertes Angebot an attraktiven Schulformen in Ratingen – etwa Waldorfschule oder private Gesamtschule als „Schwerpunktschule Sport“.
  • Forcierung der Bemühungen für die Ansiedlung eines Hochschulstandortes in Ratingen.